Onsernonetal

Das Onsernone - ein wildes, tief eingeschnittenes V-Tal, das in seiner Ost-West-Orientierung dem Lauf der Sonne folgt. 

Auf mehr als 100 km2 präsentiert sich uns eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft. Steigen wir den Isorno und den Ribo – die Flüsse, die das Tal eingetieft haben – hoch, erklimmen wir die steilen Berghänge, entdecken wir reiche Ökosysteme. Von den Buchen- und Mischwäldern in tieferen Lagen bis zu den Lärchenwäldern und den alpinen Gipfeln auf mehr als 2'500 Meter über Meer.

Dieses präalpine Tal ist nicht nur reich an Biodiversität, sondern auch reich an Zeugnissen der unzähligen Generationen von Frauen und Männern, die hier gelebt und gearbeitet haben.  Man nimmt an, dass die ersten Formen der Nutzung und Besiedlung des Territoriums auf die römische Zeit zurückgehen. Der Bau der ersten Kirche, San Remigio in Loco, datiert vor der ersten Jahrtausendwende. Die schrittweise Besiedlung des Tales, der Zusammenschluss der ersten Dauersiedlungen führten zur Bildung einer die Jahrhunderte überdauernden politischen Talgemeinschaft, der antiken Comune d’Onsernone.

Spuren dieser Vergangenheit finden wir überall. Die charakteristischen Dörfer, die Monti, die Alpen, die Maultierpfade. Zeugnisse unserer Vorfahren kann das aufmerksame Auge auch in den entlegensten Winkeln des Tales entdecken.

Ein Besuch im Onsernone bietet die Gelegenheit, das reiche historische, künstlerische, ethnografische und landschaftliche Erbe zu entdecken, das uns die Menschen hinterlassen haben, die während Jahrhunderten in diesem Tal gelebt und gearbeitet, ihre Existenz begründet haben.

In diesem historischen und geografischen Kontext wurde das Museo Onsernonese von kulturell besonders interessierten Onsernonesi gegründet. Es setzt sich seit einem halben Jahrhundert, dank engagierten Personen und gestützt auf die zahlreichen Mitglieder des Museumsvereins, dafür ein, das kultur- und volksgeschichtliche Erbe der Region zu bewahren, zu erschliessen – und auf diesem Hintergrund Impulse für eine nachhaltige Entwicklung einer Randregion zu vermitteln.